Kommentartext von Mühldorf TV zur Bayerischen KrimiDinner Komödie "Mord bei da Leich"

Der Xare war mit seinem neuen Mercedes tödlich verunglückt. Die Trauergemeinde kam gerade von der Beerdigung in die Gaststube zum Leichenmahl. Zu da Leich‘ halt! 
Pfarrer Martin (Bertram) begleitet die trauernde Witwe Gundi (Hacker Anita), der auch ihre Schwester, die Sinzinger Hilde (Schwarzenbeck Christl) eine große Stütze sein sollte. 
Aber die hat ein wichtigeres Thema: Wo hat denn ihr Schwager bloß das viele Geld her gehabt um sich so einen teueren Mercedes leisten zu können? 
--
Daß der Unfall nur passiert ist, weil der Xare mehr als 2 Promille im Blut gehabt hat, das hat der Hiasl, also der Dorfpolizist Matthias Huber (Schwarzenbeck Zeno jun.) ganz genau untersucht. Der hat das nämlich auf der Polizeischule genau gelernt, die er erst vor Kurzem abgeschlossen hat. 
Wirt Thomas (Wimmer Peter) spendierte erst einmal einen Schoppen Wein um auf den Xare anzustoßen, der immer ein lustiger Mensch war. 
--
Der Thomas läßt nichts anbrennen und umgarnt gleich die Gundi. Das bringt die Bürgermeisterin (Wimmer Ingrid) auf die Palme....
Er tröstet Gundi, der es immer schlechter geht. Als Pfarrer Martins Wind wedeln und Bürgermeisterins Bachblüten nicht helfen, versucht es die Sinzingerin mit ihrem Fusel. 
--
Da kriegen sich die Bürgermeisterin und die Sinzingerin in die Haare.... 
Um die Situation zu beruhigen, schlägt Wirt Thomas vor, erst einmal auf den Xare anzustoßen. 
Das hat schlimme Folgen für Witwe Gundi. Der geht’s plötzlich viel schlechter. Sie wird blaß, ihr wird schlecht und sie bekommt keine Luft mehr. 
Sie müssen sie hinaus tragen.... 
Und auch die Sinzingerin braucht jemand zum Stützen....
--
Eine Tragödie ist passiert. Der Notarzt aus Wasserburg konnte Gundi nicht mehr helfen. Herzstillstand!
Der eifrige Dorfpolizist, der Hiasl hat ob dieses plötzlichen Todesfalls die Kripo aus München eingeschaltet. So sagen es die Dienstvorschriften.
Da kommt die Esoterikerin Schivani (Beck Maria - Heindl Erika) dazu, die von dem Unheil gehört hat. Da die Trauergäste sie nicht kennen, denken sie erst, sie wäre die Kommissarin. Das klärt Hiasl aber mit einer Personenkontrolle....
Thomas kann das aufklären: Schivani ist ein Urlaubsgast, der alljährlich seinen Geburtstag hier feiert. „All inclusive!“ – sagen wir mal – sie und Thomas sind sich viel näher gekommen....
Allerdings spürt Schivani hier viele aggressive Schwingungen und fordert die Gäste zu einem gemeinsamen OOOOMMMMM!!! 
--
Genau in dem Moment kommt Kommissarin Radlmaier (Schreier Angela) herein und wundert sich nicht schlecht....
Dorfpolizist Hiasl erstattete sofort hastig Bericht. Sie wollte den Tatort sehen und da schloß sich auch der Bürgermeister (Hacker Andreas) gleich an – so, als Amtsperson eben. 
Schivani bemerkt bei der Bürgermeisterin und der Sinzingerin unglaubliche aggressive Schwingungen, die sie erst wegmeditieren muß. Thomas hilft ihr dabei, was die beiden Dorfkoryphäen nicht packen können....
--
Pfarrer Martin und seine Haushälterin Roswitha (Hacker Anita) können kaum verstehen, wie es sein konnte, daß nach ihrem Mann Xare auch die Gundi so schnell heimgegangen ist. 
Kommisarin Radlmaier hat ihr mobiles Büro dabei und beginnt mit der Zeugeneinvernahme. Hilde Sinzinger will ihr alles auf einmal erzählen und überfordert sie. Sie kann noch immer nicht verstehen, woher der Xare so viel Geld für so einen neuen Mercedes gehabt hat. Das kann Pfarrersköchin Roswitha aber aufklären. Er hatte geerbt. Und nachdem nun auch die Gundi verstorben ist, fällt das Erbe plötzlich der Sinzingerin zu. Die hätte plötzlich ein Motiv! 
Und auch die Bürgermeisterin, die Wirt Thomas schöne Augen macht, hat plötzlich ein Motiv, weil sie Gundi als Konkurrenten gesehen hatte.... 
Pfarrer Martin muß immer wieder einschreiten, kann aber den ganzen Tratsch nicht verhindern. 
Da kommt Thomas herein und lernt Kommissarin Radlmaier kennen, die auch ganz fasziniert ist von ihm....
Das alles muß sie erst verarbeiten und zieht sich in die Polizeistation zurück. 
--
Pfarrer Martin wartet gerade auf die Gesellschaft als Schivani hereinkommt. Sie erkennt in ihm den alten Freund aus Studienzeiten, mit dem sie damals alles Mögliche angestellt hat. Es stellt sich heraus, daß sie damals ein Mißverständnis getrennt hat, weil sonst das Leben ganz anders verlaufen wäre. 
Kommissarin Radlmaier kommt mit ihren Ermittlungen nicht weiter. Da erhält sie Nachricht, daß Gundi tatsächlich vergiftet worden ist. 
Da sie keine Spur hat, befragt sie zusammen mit dem Bürgermeister die Zeugen im Raum, die schließlich alle dabei waren. 
Und die haben alle im Verdacht, sogar den Bürgermeister selber. Und sogar einen Selbstmord schließen sie nicht aus. 
--
Sonntag nach der Kirche. Pfarrer Martin hat alle zu einer Zusammenkunft im Gasthaus gebeten. Er hat die Lösung des Falls.... 
--
Aber die verraten wir nicht. Die zu erfahren haben Sie bei vielen Aufführungen von Holzkirchen bis Niedertaufkirchen in ganz Südostbayern Gelegenheit. 
Jedenfalls waren die Zuschauer, die ja eigentlich die Gäste des Wirtshauses und in gewisser Weise auch Mitspieler waren, restlos begeistert von dem Stück, seiner Umsetzung und auch von der Bewirtung. 
--
Bertram, Du hast das Stück selbst geschrieben. Wie kommt man auf so etwas? (O-Ton )
Ihr spielt das ja jedes Mal in einer anderen Gaststätte und habt dadurch auch andere lokale Befindlichkeiten. Das ist sicher nicht einfach, sich jedes Mal neu zu orientieren. (O-Ton )
Ihr spielt das ja bis ins nächste Jahr hinein. (O-Ton)
Christl, Ihr nennt Euch die „Theaterwahnsinnigen“. Wie seid Ihr den auf diesen Namen gekommen? (O-Ton)
Ihr macht das alles im Rahmen des katholischen Kreisbildungswerks. (O-Ton)
Wenn man das Stück so anschaut, ist die Handlung ja doch ziemlich skurril und macht Euch riesig Spaß – gell Frau Bürgermeisterin! (O-Ton)
Wer zu Euch ins Krimi-Dinner kommt, muß man damit rechnen, daß er mitspielen muß? (O-Ton)
Herr Bürgermeister, wenn ihr die Leute so mit einbezieht, verbessern sich die Ergebnisse der lokalen Pisa-Studie erheblich! (O-Ton)
Und gut für den Tourismus ist es auch. (O-Ton)
Hat sich schon einmal ein Bürgermeister beschwert? (O-Ton)
Peter, als Thomas hast Du eine Sonderrolle. Du bist eher Organisator und Moderator. (O-Ton)
Und gleichzeitig bist Du der Traum aller Damen! (O-Ton)
Ist es nicht frustrierend, wenn man sich so anstrengt und dann kommt der Pfarrer und weiß die Auflösung? (O-Ton)
Ihr improvisiert ja auch immer. Das fordert sicher und macht auch Spaß, plötzlich Szenen einzubauen, die weder im Buch stehen noch geprobt sind und dann zu sehen, wie alle darauf eingehen und mitmachen. (O-Ton)
Bertram, wenn Kommissarin Radlmaier hier einfach so eigene Szenen einbaut, ist das Stück doch längst nicht mehr so wie Du es mal geschrieben hast. (O-Ton)
Dann kann man erwarten, daß es nächstes Mal wieder etwas Neues gibt. (O-Ton) 
Also können Zuschauer jedes Mal ein weiter verfeinertes Stück sehen. (O-Ton)
--
Also, wer einen lustigen Abend mit gutem Essen und einer wirklich lustigen Theatervorstellung erleben möchte, der kann „Mord bei da Leich“ noch bis Ende März 2015 in zahlreichen Gaststätten erleben. Und das immer wieder ein bißchen anders gewürzt und ein bißchen anders abgeschmeckt. Verfeinert eben. Viel Vergnügen!